Am 15. August 2011, dem Fest Mariä Himmelfahrt, ist das Kreuz am Freialtar durch Pfarrer José Karickal in einem feierlichen Gottesdienst gesegnet und seiner Bestimmung übergeben worden. Nach einem Entwurf von Herrn Klaus Zaschka, Mitarbeiter des Bau- und Kunstreferats der Diözese Würzburg, wurde es bewusst modern gestaltet.
Das Kreuz befindet sich direkt an der Friedhofsabgrenzung zwischen zwei Bäumen mit Blickrichtung zur Wallfahrtskirche. Davor wurde eine mit Natursteinen gepflasterte Fläche angelegt, die als Freialtar für Gottesdienste an Fest- und Wallfahrtstagen genutzt wird. Umfasst wird diese Fläche von einer runden Bruchsteinmauer.
Die imposante Größe des Kreuzes beträgt 5 Meter Höhe und ca. 3 Meter Breite, wobei der Korpus den Größenverhältnissen angepasst wurde. Bei der Gestaltung und der Materialwahl ging man von der Überlegung aus, dass das Kreuz über einen längeren Zeitraum Witterungseinflüssen standhalten muss. Aus diesem Grund wurde als Material Stahl gewählt. Kreuzstamm und Querbalken bestehen aus Doppel-T-Trägern, wohingegen der Korpus in Flachstahl gefertigt ist.
Oberkörper und Beine wurden keiner Oberflächenbehandlung unterzogen, was auf Dauer zu einer natürlichen Rostung führt. Neben der zeitlichen Beständigkeit sollte gleichzeitig dargestellt werden, dass letztendlich alles auf Erden einer Begrenztheit unterliegt. Das Lendentuch hingegen wurde ganz im Zeichen der Tradition vergoldet.
Durch die ungewöhnliche aufrechte Haltung des gekreuzigten Christus wird er nicht mehr als leidende Figur wahrgenommen, sondern als der Auferstandene. Die abstrakte Darstellung nimmt den christlichen Glaubensinhalt auf, dass in unserer sichtbaren Welt alles der Vergänglichkeit unterliegt, jedoch der Glaube den Menschen Hoffnung auf die Auferstehung gibt.