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Pastoraler Raum
Bad Königshofen

Findelberg

Eingebettet in Wiesen und Felder liegt der Findelberg außerhalb des Ortes Saal an der Saale auf einer Anhöhe.

Der Wallfahrtsort gilt als eines der alten Pilgerziele im Grabfeld. Erstmals 1445 urkundlich erwähnt, entwickelte er sich im Lauf seiner Geschichte zeitweise zu einem bedeutenden Wallfahrtsort des Bistums Würzburg.

Im Zentrum des Areals steht die Wallfahrtskirche „Mariä, Trösterin der Betrübten“.

Eingerahmt wird die Kirche von zahlreichen Grotten, Kapellen und Andachtsstätten. Der örtliche Friedhof ist an die Anlage angebunden.

Findelbergführer

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29.04.2026 | © PG Um den Findelberg

Leitbild

Der Findelberg mit der Wallfahrtskirche „Mariä, Trösterin der Betrübten“ ist ein Ort der Ruhe und der Besinnung.

Seit Jahrhunderten kommen Menschen mit ihren Sorgen und Anliegen hierher, um bei der Gottesmutter Maria im Gebet Kraft, Trost und Hoffnung zu finden, aufzuatmen und in Gottesdiensten Gott und das Leben zu feiern.

Unsere Verantwortung ist es, diesen Wallfahrtsort auch für die kommenden Generationen zu erhalten.

Damit der Glaube weiterhin lebendig bleib und Begegnung stattfinden kann steht unsere Kirche allen Menschen offen, um Heimat zu geben.

Wallfahrt einst - jetzt

Wallfahrt einst

Der früheste urkundliche Beleg einer Wallfahrt ist die Stiftung einer Vikarie auf dem Findelberg im Jahr 1445. Aus dieser Zeit stammt die Pieta an der Südwand. Wie an anderen Orten erlosch auch am Findelberg die Wallfahrt zur Zeit der Reformation und erlebte in der katholischen Reform ab 1570 einen neuen Aufschwung. Vor allem im 17. und 18. Jahrhundert wallten an den Marienfesten viele Gläubige aus Saal und den Nachbardörfern zum Findelberg. Zu dieser Zeit nahm er unter den Wallfahrtsorten des Bistums, nach Dettelbach und dem Kreuzberg, die dritte Stelle ein. Da die alte Kirche für den Ansturm der Wallfahrer bald zu klein war, wurde sie 1672 erweitert und schließlich neu gebaut.

Wallfahrt jetzt

Viele Pilger aus nah und fern finden einzeln oder in Gruppen den Weg zum Findelberg.
Zum Patrozinium „Mariä Heimsuchung" am 2. Juli (Wallfahrtstag mit Festgottesdienst am darauf folgenden Samstag) kommen viele Gläubige zu ihrem Grabfeldheiligtum um dort zu Maria zu beten und ihre Anliegen und Sorgen vor Gott zu tragen.

Der fränkische Marienweg, der viele Wallfahrtsorte in Unterfranken verbindet, macht auch auf dem Findelberg Station.

Wallfahrtskirche Mariä, Trösterin der Betrübten

Der jetzige, fünfte Bau der Kirche wurde in den Jahren 1781-85 vom Baumeister Johann Michael Schauer aus Wermerichshausener Sandstein im Empire-Stil errichtet. Die Kirche besteht aus Langhaus und Chor;
beide mit Spiegeldecken und einem spätgotischen Glockenturm (1499).
Bei einem Brand des Hochaltars im Jahr 1891 wurde das Gnadenbild zerstört. Die verkohlten Überreste wurden in das neu geschnitzte Gnadenbild eingearbeitet, das bis heute im Mittelpunkt der Wallfahrt zum Findelberg steht.

Gnadenbild

An das alte Gnadenbild knüpft sich folgende Legende: Beim Hüten seiner Schweine fand ein Hirte das Marienbild auf dem „Götzeneller". Er brachte es in die Kirche von Saal und auch in die Kirche von Wülfershausen. Doch das Gnadenbild kehrte auf wundersame Weise immer wieder zur Fundstelle zurück. Daraufhin wurde dort eine Kapelle errichtet.

Ausstattung

Beim Brand 1891 wurde der ursprüngliche Empire-Altar völlig zerstört und durch einen im neuromanischen Stil gestalteten Altar ersetzt. Der jetzige barocke Hochaltar von 1733 wurde aus der St. Nikolaikirche zu Marktbreit erworben und bei der Kirchenrestaurierung (1964-1967) errichtet. Der Bildhauer Hubert Knobling aus Großeibstadt ergänzte ihn mit einer Gott-Vater-Statue, einer Hl.-Geist-Taube und mehreren Engeln.

Das Gnadenbild der Muttergottes mit dem göttlichen Kind, umgeben vom einem Strahlenkranz, schnitzte Bildhauer Gebhard Kessler aus Stangenroth (1966) nach einer Riemenschneider-Vorlage. In der Rückseite des Gnadenbildes ist ein Reststück des 1891 verbrannten Gnadenbildes eingelassen.

Im Chorraum befindet sich ein Deckengemälde („Geburt Christi") des Rottenburger Malers Schraivogel. Das Hauptgemälde an der Langschiffdecke („Mariens Himmelfahrt") ist eines der letzten Meisterwerke des Malers Johann Peter Herrlein, der 1799 in Saal vestorben ist und auf dem Findelberg-Friedhof beigesetzt wurde.

Der neue Volksaltar und Ambo wurde am Patrozinium der Wallfahrtskirche „Mariä Heimsuchung" (2. Juli 2005) von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann eingeweiht. Der neue Altar basiert auf einem künstlerischen Entwurf des Domkapitulars em. Dr. Lenssen und besteht aus gelbem Jura-Kalkstein mit verschiedenen Profilierungen und Vergoldungen. Die Anfertigung erfolgte durch die Firma Steinmetz GmbH, Hassfurt.
Die Seitenaltäre im Langschiff stammen vom Holzbildhauer Georg Winterstein (1743-1806) und sind noch im ursprünglichen Empire-Stil erhalten.

Die beiden Altarblätter vom Hl. Joseph und Hl. Wendelin wurden von Conrad Huber (1752-1830) gemalt. Auch die Kanzel mit den vier Evangelisten und der geschnitzte hohe Rahmen der Pieta (um 1450) gegenüber der Kanzel sind Werke des Georg Winterstein.

Orgel der Wallfahrtskirche

Die Barockorgel wurde 1913 von der Hofheimer Orgelbaufirma Eduard Hofmann erbaut und befindet sich auf der Doppelempore der Kirche. Neueste Erkenntnisse haben ergeben, dass einige Teile der Orgel aus dem 18. Jahrhundert noch erhalten sind.

Das prunkvolle Orgelgehäuse ist mit Muschelwerk und Girlanden reich verziert. Es stammt aus der Zeit des Spätrokoko, was auch der Bauzeit der Kirche entspricht.

Öffnungszeiten

Die Wallfahrtskirche ist das ganze Jahr an allen Sonn- und Feiertagen geöffnet, von Ostern bis Allerseelen auch am Samstag.         

Feste Gottesdienste sind am Ostermontag, am Pfingstmontag, am Patronatsfest „Mariä Heimsuchung" (Samstag nach dem 2. Juli), am 15.08. Mariä Himmelfahrt und an Allerseelen. Andachten finden jeden Sonntag statt, außer am Ostermontag, am Weißen Sonntag und am Pfingstmontag.

Gottesdienste und Andachten sowie weitere Termine entnehmen Sie bitte der Homepage, der Gottesdienstordnung oder der Presse.

Außerhalb der Öffnungszeiten ist ein Kirchenbesuch oder eine Kirchenführung nach telefonischer Absprache gerne möglich: Tel. 09762/365 oder 1745.

Sehenswert sind auch die Kapellen und Andachtsstätten rings um die Findelbergkirche.

Das Freikreuz - ein Zeichen der Hoffnung

Am 15. August 2011, dem Fest Mariä Himmelfahrt, ist das Kreuz am Freialtar durch Pfarrer José Karickal in einem feierlichen Gottesdienst gesegnet und seiner Bestimmung übergeben worden. Nach einem Entwurf von Herrn Klaus Zaschka, Mitarbeiter des Bau- und Kunstreferats der Diözese Würzburg, wurde es bewusst modern gestaltet.

Das Kreuz befindet sich direkt an der Friedhofsabgrenzung zwischen zwei Bäumen mit Blickrichtung zur Wallfahrtskirche. Davor wurde eine mit Natursteinen gepflasterte Fläche angelegt, die als Freialtar für Gottesdienste an Fest- und Wallfahrtstagen genutzt wird. Umfasst wird diese Fläche von einer runden Bruchsteinmauer.

Die imposante Größe des Kreuzes beträgt 5 Meter Höhe und ca. 3 Meter Breite, wobei der Korpus den Größenverhältnissen angepasst wurde. Bei der Gestaltung und der Materialwahl ging man von der Überlegung aus, dass das Kreuz über einen längeren Zeitraum Witterungseinflüssen standhalten muss. Aus diesem Grund wurde als Material Stahl gewählt. Kreuzstamm und Querbalken bestehen aus Doppel-T-Trägern, wohingegen der Korpus in Flachstahl gefertigt ist.

Oberkörper und Beine wurden keiner Oberflächenbehandlung unterzogen, was auf Dauer zu einer natürlichen Rostung führt. Neben der zeitlichen Beständigkeit sollte gleichzeitig dargestellt werden, dass letztendlich alles auf Erden einer Begrenztheit unterliegt. Das Lendentuch hingegen wurde ganz im Zeichen der Tradition vergoldet.

Durch die ungewöhnliche aufrechte Haltung des gekreuzigten Christus wird er nicht mehr als leidende Figur wahrgenommen, sondern als der Auferstandene. Die abstrakte Darstellung nimmt den christlichen Glaubensinhalt auf, dass in unserer sichtbaren Welt alles der Vergänglichkeit unterliegt, jedoch der Glaube den Menschen Hoffnung auf die Auferstehung gibt.

Grotten und Kapellen

Die heutige Pieta ist eine Nachbildung der Pieta aus dem 15. Jahrhundert. Sie ersetzt die spätgotische Holzfigur der Pieta (1480-1600), die ehemals auf dem Altar stand.

Das Altarbild stellt die Grablegung (eine Renaissancearbeit um 1600) dar und dient als 14. Station des Kreuzweges, der sich auf halber Höhe außerhalb und zum Teil auch innerhalb der Kirchenmauer hinzieht.

Die Kriegergedächtniskapelle wurde 1920 erbaut.

Die Fresken des Würzburger Malers Eulogius Böhler (geb: 1861), zeigen Bilder von Abschied nehmenden, verwundeten und sterbenden Soldaten. Auf der Stirnseite der Kapelle ist das Bildnis des Hl. Ritters Georg zu sehen.

Über dem Altar hängt das große hölzerne Wandkreuz mit dem ausdrucksstarken Christuskorpus von Schlegelmünch. Vier Gedenktafeln erinnern an die 120 Opfer der letzten Weltkriege.

Die Lourdesgrotte ist die älteste Grotte des Findelbergs. Sie wurde von einem unbekannten Wallfahrer 1905 gestiftet. Die Steinfigur der Bernadette wurde 1906 aufgestellt.

Bei den Felsen von Massabielle hatte vom Februar bis Juli 1858 das 14-jährige Mädchen Bernadette Soubirous achtzehn Visionen mit der Jungfrau Maria, die zu Ihr sagte:

„Ich bin die Unbefleckte Empfängnis“
„Ich verspreche Dir nicht, Dich in dieser Welt glücklich
zu machen, sondern in der anderen“.
„Trinke aus meiner Quelle und wasche Dich darin“.
„Sage den Priestern, sie sollen hier eine Kapelle bauen lassen“.

Die Grotte wurde 1934 erbaut und mit Großfiguren von Elisabeth, Maria und Joseph von Jakob Sonnleitner, Würzburg ausgestattet.

Mariä Heimsuchung am 2. Juli --- Maria besucht Elisabeth (Lukas 1, 39-45). Gott nimmt die Jungfrau Maria, die sich ihm als Magd geschenkt hat, in seinen Dienst. Er führt sie zu Elisabeth.

Als Elisabeth ihren Gruß hörte, bewegte sich das Kind in ihrem Leib. Da wurde sie vom Geist Gottes erfüllt und rief: „Gott hat dich unter allen Frauen ausgezeichnet, dich und dein Kind! Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn mich besucht? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, bewegte sich das Kind vor Freude in meinem Leib. Du darfst dich freuen, denn du hast geglaubt, dass die Botschaft, die der Herr dir sagen ließ in Erfüllung geht.“.

Die Ölberggrotte aus dem Jahre 1910 wurde mit Großfiguren von Reyle – Düsseldorf ausgestattet.

Jesus betet am Ölberg (Lukas 22, 30-46)

Er ging wie gewohnt zum Ölberg, und seine Jünger folgten ihm. Während seine Jünger schliefen, ging er allein weiter und betete: „Vater, wenn du willst, erspare mir diesen Leidenskelch. Aber dein Wille soll geschehen, nicht meiner“. Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und gab ihm Kraft.

Mit Figuren von Reyle – Düsseldorf

Gebet an der Josephsgrotte:

Heil’ger Joseph, sei gebeten,
Steh mir bei in Todesnöten,
Dass ich sterbe so wie Du;
Denn Maria war zugegen,
Jesus gab Dir seinen Segen,
Als Du gingst zur ewigen Ruh’.